FAQ

schnellste Methode, seine Spieltechnik zu verbessern, liegt in einem gut

ausgearbeiteten Plan.

Dazu gehört es, die richtigen Übungen zu haben und natürlich auch seine Erfolge

zu messen.

Das Messen kannst du ganz einfach mit einem Metronom bewerkstelligen.

Spiel alle deine Übungen mit dem Metronom und schau, ab welcher Schnelligkeit

du Probleme hast. Das ist deine Baustelle. Ab jetzt übst du 1 – 2 BPM darunter,

bis du sicher bist. Danach erhöhst du die BPM Zahl.

Wichtig ist auch, dass du regelmäßig übst. Jeden Tag fünfzehn Minuten bringen

viel mehr als eine Session von sechs Stunden in der Woche.

 

Wie schwer sollten die Stücke sein, die ich übe?

Am besten ist es, wenn das Stück dich nicht über-, aber auch nicht unterfordert.

Ich weiß, das klingt jetzt nach einem sehr breit gefächerten Tipp. Aber schau dir

den Song erst einmal an und besonders die Parts, die schwer sind. Dann übe ca.

zehn Minuten diesen Part. Wenn er sehr leicht von der Hand geht, dann ist das

ganze Stück vielleicht zu easy. Was nicht heißt, dass du es nicht üben sollst.

Auch softe Stücke machen Spaß. Aber wenn du dein Spiel verbessern willst,

macht es Sinn, etwas zu üben, das dich an die Grenzen bringt.

Sollte diese Stelle aber zu schwer für dich sein, kann es an der Technik liegen

und jetzt wirst du überfordert und könntest schnell die Lust am ganzen

Gitarrenspiel verlieren, weil du dich als zu schlecht siehst, was gar nicht stimmt.

Du bist nur noch nicht auf diesem Level und musst dafür üben. Ich selbst hatte

schon oft dieses Gefühl beim Nachspielen von Santana oder Steve Vai. Erst vor

einigen Monaten habe ich an dem Song Nightmare von Avenged Sevenfold

gesessen. Bis zum Solo war alles kein Problem. Ab dann ging es los.

Ich habe ca. drei Monate harten Übens daran gesessen. Mein Trick: Die schwere

Stelle in Parts teilen und in die täglichen Übungen schieben. In dieser Form übst

du nicht mehr das Ganze, sondern teilst das Ganze in Technikparts und schlägst

somit zwei Fliegen mit einer Klappe: den Song Üben und deine Technik

verbessern.

 

Mit 57 Jahren noch Gitarre lernen?

Es mag etwas weit hergeholt sein und nicht wirklich was mit Musik zu tun haben.

Aber:

Man hat nur dieses eine Leben und sollte sich alles gönnen. was möglich ist. Als

ich mit 23 das Gitarrenspiel angefangen hab, hatte ich auch den wahnwitzigen

Gedanken, dass es sich vielleicht nicht mehr lohnt, weil ich zu alt bin. Heute, ca.

acht Jahre später, spiele ich in erfolgreichen Bands, schreibe Bücher über Musik

und komponiere für andere Künstler.

Meine Antwort also: Auf jeden Fall anfangen. Musik soll Spaß bringen. Das ist

das Hauptziel. Wer Musik anfängt, um groß Kohle zu machen, ist hier falsch.

Dann lieber BWL Studieren oder was mit Immobilien machen.

Einfach einen guten Lehrer suchen und anfangen. Am besten jetzt gleich.

Buch zur Seite legen und los geht’s.

 

Mit welcher Gitarre soll ich anfangen, elektrisch oder

akustisch?

Oft hört man, dass es am besten ist, mit einer akustischen anzufangen, um die

Basics zu lernen, auch wenn man eigentlich E-Gitarre spielen will. Mein Tipp ist:

Fang mit der Gitarre an, auf die du Lust hast. Ich habe bei vielen Schülern

gemerkt, dass sie den Rat bekommen haben, erst einmal Akustik zu spielen und

später auf E umzusteigen. Leider gab es kein E mehr weil die Motivation weg war.

Sie wollten ihre Lieblingssongs nachspielen, was aber auf der Akustik einfach

nicht so klang. Und schon gibt es ein Problem. Der Grund, warum sie mit dem

Gitarrespielen angefangen haben, war weg.

Mein Anfang war die E-Gitarre und ich habe alles gelernt, worauf ich Lust hatte

und so war meine Motivation ziemlich hoch. Später habe ich dann auch zur

Akustikgitarre gegriffen, weil ich mehr rausholen wollte.

Vom Grund her funktionieren beide Gitarren gleich. Doch den Unterschied macht

der Sound. Eine coole Akustiknummer wird mit einer E-Gitarre niemals so geil

klingen. Auf der anderen Seite wird eine Rocknummer nie mit einer Akustik gut

klingen.

Natürlich ist das jetzt sehr Schwarz/Weiß gemalt. Aber im Kern hat jede Gitarre

ihre eigenen Sounds.

Auch darf man die klassische Gitarre nicht vergessen. Aus dem Flamenco gar

nicht wegzudenken.

Bevor du dich für eine Gitarre entscheidest, solltest du dir Bands und Künstler

anhören, die dir gefallen. Sobald du sagst, genau das will ich, suchst du die

Gitarre aus.

Wechseln kann man später immer noch.

 

Meine Finger verkrampfen schnell, warum?

Das kann verschiedene Ursachen haben. Meistens liegt es daran, dass du dich

nicht genug aufgewärmt hast.

Ich merke oft selbst beim Spielen, dass unaufgewärmte Finger Vieles einfach

nicht hinbekommen. Besonders bei schnellen Passagen werden die Finger lahm

und das Spielen wird sehr schwer.

Also einfach mal ein paar coole Warm-Up-Übungen suchen und loslegen.

Eine andere Ursache, warum Finger verkrampfen, ist die falsche Handhaltung.

Versuch möglichst locker an die ganze Sache zu gehen. Sobald du Schmerzen

fühlst, gleich lockern. Mit der Zeit werden sich deine Finger und die Hand an die

Gitarre gewöhnen und du wirst über längere Zeiten die Griffe halten können.

Der wichtigste Tipp, den ich dir hier geben kann, ist es, ganz softe

Lockerungsübungen zu machen. Besonders am Anfang deiner Gitarrenkarriere.

 

 

 

 

Auszüge aus meinem EBook “Way of the Guitarplayer

0 Shares
>